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TAKE-AWAY

  • Herr und Frau Schweizer konsumieren immer mehr Take-Away-Produkte: vom Kaffee zum Mitnehmen bis zur Brezel auf dem Heimweg von der Arbeit. Verschiedene gastgewerbliche Betriebe haben auf diese Änderungen im Ernährungsverhalten reagiert und bieten mit grossem Erfolg entsprechende Verpflegungsangebote an. Zu berücksichtigen ist bei diesen Verkäufen die spezielle Mehrwertsteuerregelung. Der Verkauf von Ess- und Trinkwaren (gilt nicht für Alkohol) über die Gasse oder als Take-Away darf zum reduzierten Satz von 2,5 % abgerechnet werden. Dies gilt aber nur, wenn der Kunde die Ess-und Trinkwaren mitnimmt. Für den Betreiber des Take-Aways gilt ausserdem: Die gastgewerblichen Umsätze sowie die Umsätze aus dem Verkauf von Ess- und Trinkwaren über die Gasse oder aus dem Take-Away müssen in den Geschäftsbüchern separat verbucht werden. Auch muss aus dem Kassastreifen für jeden Artikel hervorgehen, zu welchem Mehrwertsteuersatz abgerechnet wurde. Dazu braucht es entweder eine programmierbare Kasse oder zwei separate Kassen.

TIERE

  • Gemäss Hygieneverordnung dürfen sich Hunde ausschliesslich im Gastraum aufhalten, sofern der Betriebsinhaber dies erlaubt. Somit entscheidet grundsätzlich der Betriebsinhaber im Rahmen der Hausordnung über die Vorschriften. Der Unternehmer kann das Mitbringen von Tieren verbieten. Ein solches Verbot sollte aber vor dem Eingang des Betriebes angezeigt werden. Hunde der Gäste sind in Gastbetrieben an der Leine zu halten. Kantonale Regelungen sind teils noch weitergehend (z. B. in den Kantonen Appenzell Innerrhoden und Schaffhausen ist es untersagt, dass Tiere im Gastlokal gefüttert werden).

TRINKGELD

  • Die Preisbekanntgabeverordnung schreibt vor, dass auf einer Speise- oder Getränkekarte der tatsächlich zu bezahlende Endpreis angegeben werden muss. Das Trinkgeld ist entweder gemäss Verordnung bereits im Preis inbegriffen oder muss andernfalls deutlich als Trinkgeld bezeichnet und beziffert werden. Natürlich kann der Gast bei guter Leistung und zuvorkommender Bedienung freiwillig ein zusätzliches Trinkgeld geben. Dabei handelt es sich um einen freien Entscheid des Gastes. Das Personal hat keinen Anspruch auf ein zusätzliches Trinkgeld vom Gast.

  • Obligatorische Bedienungs- oder Servicezuschläge dürfen nur dann separat eingezogen werden, wenn in den Speise- oder Getränkekarten schriftlich darauf hingewiesen wird und der genaue Betrag ersichtlich ist.

  • Bei der Bezahlung mit Kreditkarten hat der Gast zwei Möglichkeiten, ein zusätzliches Trinkgeld zu gewähren:

  • Bei der etwas persönlicheren Variante überreicht der Gast den entsprechenden Betrag in bar direkt den zuständigen Servicemitarbeitenden. Dies ist am besten und einfachsten.

  • Bei der anderen Variante wird das zusätzliche Trinkgeld durch den Gast auf der Kreditkartenabrechnung eingetragen oder je nach Software direkt im Terminal eingegeben. Der Patron übergibt dann den Betrag (allenfalls nach Abzug der entsprechenden Kreditkartenkommission) dem oder den berechtigten Mitarbeitenden.

  • In manchen Betrieben werden zusätzliche Trinkgelder unter den Mitarbeitenden (entweder nur aus dem Service oder auch aus der Küche) aufgeteilt. Allgemein gültige Regelungen hierzu gibt es aber nicht.

TOILETTEN

  • Die Benützung von Toiletten ist prinzipiell nur Gästen gestattet.