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VERKAUFSFÖRDERUNGSMASSNAHMEN

  • Ziel aller Verkaufsförderungsmassnahmen ist es, neue Gäste zu gewinnen und bestehende Gäste weiterhin zufrieden zu stellen. Eine Voraussetzung für jede erfolgreiche Verkaufsförderung besteht darin, den ganzen Ablauf genau zu planen, zu kalkulieren und zu kontrollieren. Allfällige Minderumsätze oder Mehrkosten solcher Aktionen sind dem Werbekonto zu belasten. Beispiele für Verkaufsförderungsmassnahmen sind vorübergehende Preisreduktionen, Angebote «Zwei-für-Eins», Budget-Menüs oder die Gratisabgabe einzelner Leistungen. Bei Verkaufsförderungsmassnahmen sind allerdings die diesbezüglich besonderen gesetzlichen Regelungen für Alkohol zu beachten.

So dürfen alkoholische Getränke nicht mit gesundheitsfördernden Anpreisungen wie «stärkend», «kräftigend» oder «energiespendend» gekennzeichnet werden. Werbung für alle alkoholischen Getränke ist nicht erlaubt, wenn sie sich speziell an Jugendliche unter 18 Jahren richtet:

  • Alkohol darf nicht gratis an Jugendliche ausgegeben werden.

  • Werbung ist an Orten untersagt, wo sich hauptsächlich Jugendliche aufhalten.

  • Werbegegenstände, die unentgeltlich an Jugendliche abgegeben werden (z. B. T-Shirts, Mützen), dürfen nicht für Alkohol werben.

  • Werbung an Kultur-, Sport- oder anderen Veranstaltungen, die hauptsächlich von Jugendlichen besucht werden, ist verboten.

Noch striktere Regelungen gelten für Spirituosen (unabhängig vom Alter):

  • Spirituosen dürfen im Gastgewerbe unabhängig vom Alter nicht gratis abgegeben werden. Der Verkaufspreis muss zumindest kostendeckend sein.

  • Die Werbung für Spirituosen darf nur Angaben und Darstellungen enthalten, die sich direkt auf das Produkt und seine Eigenschaften beziehen.

  • Preisvergleichende Angaben oder das Versprechen von Zugaben oder anderen Vergünstigungen bei Spirituosen sind verboten (siehe HAPPY HOUR).

  • Es dürfen keine Wettbewerbe durchgeführt werden, bei denen Spirituosen als Werbung oder Preis dienen oder ihr Erwerb Teilnahmebedingung ist.

VERKAUF ÜBER DIE GASSE Siehe TAKE-AWAY

VERLÄNGERUNG

  • Je nach Kanton ist eine Bewilligung für verlängerte Öffnungszeiten nötig. Wird die «Verlängerung» für einen bestimmten Anlass eines Gastes benötigt, so können die Kosten dafür auf den Gast überwälzt werden. Dies ist vorher jedoch abzumachen und man sollte sich dies schriftlich bestätigen lassen. Das gleiche gilt auch, wenn Zuschläge für den Service ab einer bestimmten Zeit (z. B. ab 1.00 Uhr) berechnet werden.