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CATERING

  • Partyservices und Hauslieferungen können auch für gastgewerbliche Betriebe eine grosse Chance darstellen. Sie müssen sehr genau geplant und vorbereitet werden. Der Auftrag sollte unbedingt vorgängig schriftlich bestätigt werden, am besten durch die Unterzeichnung der Offerte durch den Kunden. Caterings unterliegen einer speziellen Mehrwertsteuerregelung. Lassen sich Kunden Ess- und Trinkwaren ohne jegliche Zubereitung oder Serviceleistung an einen bestimmten Ort liefern, so darf zum reduzierten Mehrwertsteuersatz von 2,5 % abgerechnet werden (ausser Alkohol). Dies muss der Restaurateur belegen können (z. B. mittels Lieferscheinen, Rechnungen, Quittungen). Möglich ist ein Vermerk auf dem Lieferschein: «Hauslieferung von Pizza ohne Service und Zubereitung». In allen anderen Fällen darf nicht mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz abgerechnet werden. Dabei gelten als Zubereitung von Ess- oder Trinkwaren vor Ort beispielsweise das Kochen, Kühlen, Erwärmen, Mixen, Rüsten, Mischen (z. B. von Salaten). Nicht als Zubereitung gilt hingegen das blosse Bewahren der Temperatur konsumbereiter Ess- und Trinkwaren. Unter Servierleistung ist unter anderem das Anrichten von Esswaren auf Tellern, das Bereitstellen von kalten und warmen Buffets, das Eindecken und Abräumen von Tischen und /oder das Bedienen der Gäste zu verstehen. Bei Getränken gilt schon der Ausschank von Getränken und das Bedienen der Gäste als Servierleistung. Ebenfalls als Serviceleistung gilt die Betreuung und Versorgung von Selbstbedienungsbuffets.

CONVENIENCE FOOD

  • Sinngemäss übersetzt bedeutet Convenience Food bequemes Essen. Die Palette reicht von verzehrfertigen bis hin zu teilfertigen Speisen. Allerdings besteht keine allgemein anerkannte Definition des Begriffs. Beispiele sind Speiseeis, Pommes Frites oder küchenfertiges, geputztes Gemüse. Im privaten Bereich gehören Convenience-Produkte heute zur normalen Verpflegung. Im Gastgewerbe vereinfachen Convenience-Produkte die Abläufe, helfen bis zu einem gewissen Grad Lebensmittelabfälle zu vermeiden und führen zu mehr Schnelligkeit und Flexibilität. Dies wirkt sich letztlich günstig auf die Zubereitungszeiten und damit auf die Preise aus. Mit einem Anteil von 48.6 Prozent sind die Personalkosten die entscheidende Kostenkomponente im Gastgewerbe. Erst vorgefertigte Nahrungsmittel erlauben es dem Restaurateur somit, dem heutigen Gästewunsch nach schneller und preiswerter Verpflegung beinahe rund um die Uhr nachzukommen.

  • Im Bereich der günstigen und schnellen Mittagsverpflegung haben Convenience-Produkte durchaus ihre Berechtigung. Bei der Wahlverpflegung – meistens am Abend oder am Wochenende – stehen der Genuss und das Erlebnis im Vordergrund.

  • Nicht realisierbar sind Forderungen nach einer Deklarationspflicht von Convenience-Produkten. Der Begriff Convenience – wie nebenbei auch «hausgemacht» – kann nicht eindeutig definiert werden. GastroSuisse unterstützt jedoch die Möglichkeit der freiwilligen Positivdeklaration. Diese hat sich bereits bei anderen Produkten bestens bewährt.