B

BANKETTE / VERANSTALTUNGEN

Veranstaltungen jeglicher Art (Hochzeiten, Taufen, Weihnachtsessen etc.) müssen vom Gastgeber mit dem Veranstalter (Gast) so genau wie möglich geplant und organisiert werden. Es ist dabei empfehlenswert, sich vom Veranstalter die Haupteckdaten des Anlasses schriftlich bestätigen zu lassen. GastroSuisse hat hierfür verschiedene Hilfsmittel, wie Veranstaltungschecklisten, Auftragsbestätigungen und Muster-AGB, erarbeitet. Sie sind für registrierte Mitglieder auf www.gastroprofessional.ch verfügbar. Den Gastgebern soll dadurch die Arbeit erleichtert werden. Veranstaltungsdetails, welche unbedingt abgesprochen werden sollten, sind zum Beispiel:

  • Dienstleistungen, die der Gastgeber neben Essen und Trinken noch organisieren soll (z. B. Live-Musik, Blumendekoration);

  • zusätzliche Kosten für den Veranstalter für Service, Geschirr, technische Anlagen (z. B. Beamer, Mikrofon) oder für die Benützung des Veranstaltungssaals;

  • «Deadline» für die Meldung verbindlicher Informationen (z. B. Wahl des Menüs, Teilnehmerzahl, Übernachtungen);

  • ab wann Nachtzuschläge (z. B. ab 24 Uhr Zuschlag pro Servicekraft) berechnet werden und wer um eine Verlängerung der Polizeistunde nachsuchen muss;

  • wie Abweichungen zwischen der gemeldeten und tatsächlichen Teilnehmerzahl bei der Rechnungsstellung berücksichtigt werden;

  • was und wieviel bei der Annullation der Veranstaltung in Rechnung gestellt wird; Haftungsfragen.

  • Diese Details können auch in den AGB des Betriebes geregelt werden. Für die Entwicklung solcher «allgemeiner Geschäftsbedingungen» kann sich der Gastgeber an den Muster-AGB von GastroSuisse orientieren (erhältlich unter www.gastroprofessional.ch) und diese nach seinen eigenen betrieblichen Bedürfnissen gestalten und ausarbeiten.

BEWIRTUNGSPFLICHT

  • Grundsatz Vertragsfreiheit: Der Unternehmer darf grundsätzlich bewirten und beherbergen, wen er will. Einzelne Kantone sehen eine ausdrückliche Bewirtungspflicht im Gesetz vor, sofern der Gast nicht offensichtlich zahlungsunfähig ist oder sich ungebührlich verhält.

  • Diskriminierungsverbot: Unzulässig ist eine Verweigerung der Bewirtung oder Beherbergung aus rassistischen Gründen.

BEZAHLUNG

  • Cash or credit: Grundsätzlich können sowohl der Betrieb als auch der Gast auf einer Barzahlung bestehen. Dabei muss man schweizerische Umlaufmünzen (maximal 100) sowie Banknoten (unbeschränkt) an Zahlung nehmen. Ein Betrieb muss also weder Kreditkarten noch Lunch-Checks akzeptieren, auch wenn dies in vielen Fällen vorteilhaft ist. Im Zusammenhang mit Barzahlungen ist zu beachten, dass die Benutzung des Nachttresors resp. die Entgegennahme von losen Münzen durch die Bank gebührenpflichtig sein kann (in Prozent des Totalbetrags).

  • Unternehmen, welche Kreditkarten und Lunch-Checks akzeptieren, kennzeichnen dies mit einem entsprechenden Aufkleber. Will ein Gast in einem gekennzeichneten Betrieb mit der Kreditkarte oder mit Lunch-Checks bezahlen, so muss der Restaurateur oder Hotelier diese Zahlungsmittel entgegennehmen.

  • Bezahlung mit Kredit- und Debitkarten: Begleicht ein Gast die Rechnung mit der Kreditkarte, so wird dem Betrieb eine Kommission belastet.

  • Die Höhe der Kommission beträgt einen bestimmten Prozentsatz des bezahlten Betrages. Eine klar kostengünstigere Alternative zu den Kreditkarten sind die Debitkarten (Maestro, PostFinance Card). Bei den Debitkarten wird die Kommission nicht in Prozent des Rechnungsbetrages, sondern als Gebühr pro Transaktion beglichen (z. B. 27 Rappen). Dies bedeutet konkret, dass Debitkarten umso vorteilhafter sind, je höher der Rechnungsbetrag ist. Da die Gäste aber ihren PIN im Terminal eingeben müssen, braucht es für die effiziente Bezahlung mit Kredit- und Debitkarten de facto ein mobiles Terminal.

  • Einräppler: Der Einräppler wurde auf den 1. Januar 2007 ausser Kurs gesetzt und ist daher kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr.

  • Vergebliche Zahlungsbemühungen: Wird nach mehreren erfolglosen Aufforderungen immer noch nicht einkassiert, kann der Gast seine Visitenkarte oder seine Adresse hinterlassen. Damit ermöglicht er, dass eine Rechnung geschickt werden kann. Weggehen ohne Zahlungsabsicht ist auf Antrag strafbar (Zechprellerei). Die Tatsache, dass trotz mehreren Aufforderungen nicht einkassiert wird, stellt nie einen Verzicht des Restaurateurs auf sein Entgelt dar.

  • Zahlungsschwierigkeiten des Gastes: Der Unternehmer darf eine Schuldanerkennung, ev. sogar Sicherheitsleistung vom Gast verlangen oder Arrest / Retention von Gästeeigentum beim Betreibungsamt beantragen.

BROT / GEDECK

  • Bezahlung: Es steht dem Unternehmer frei, für Brot und Gedeck eine Bezahlung zu verlangen. Das muss aber auf der Menükarte oder durch einen Hinweis im Lokal deutlich vermerkt sein.